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Im Kommen: Dread-Disease-Policen als Alternative zur BU
Einige Versicherer setzen zunehmend auf Angebote für Menschen, die z.B. aufgrund von Vorerkrankungen keinen Berufsunfähigkeitsschutz erhalten. Mehrere Anbieter bringen dabei zur Zeit neue Versicherungen gegen schwere Erkrankungen auf den Markt: Die sogenannte Dread- Disease-Policen.
Bisher konnte sich die Versicherung, die im Fall schwerer Krankheiten wie Herzinfarkt, Krebs oder Schlaganfall eine feste Summe zahlt, kaum durchsetzen. Erste Versuche, sie in Deutschland zu etablieren, unternahm DBV-Winterthur in den 90er-Jahren, führt sie wegen mangelnder Nachfrage seit 2000 aber nur noch als Zusatzprodukt. Heute teilen sich rund zehn meist kleinere Versicherer den Markt. Zusammen bringen sie es auf etwa 100.000 Policen.
Hintergrund ist die immer restriktivere Auswahl der Versicherer bei Berufsunfähigkeitspolicen. Jährlich werden rund 200.000 Verträge aus verschiedenen Gründen abgelehnt. Forciert wird der Verkauf der Dread-Disease-Policen vor allem über Versicherungsmakler und (mehr oder weniger) unabhängige Vermittler, denen die Ablehnungsquoten bei der BU-Versicherung die Umsätze verhageln.
Auch ganz neue Konzepte kommen auf den Markt, zum Beispiel die sogenannte Grundfähigkeitsversicherung. Statt für einzelne Krankheiten wird dabei Absicherung bei Verlust von Fähigkeiten angeboten, zum Beispiel Sehen, Laufen oder Hören. Vorreiter ist Canada Life. Als Bestandteil von Kombiangeboten bieten erstmals auch größere Versicherer wie Axa und Volksfürsorge die Grundfähigkeitsversicherung an.
Ihre Zurückhaltung bei den Dread-Disease-Policen begründeten einige große Versicherer bisher vor allem mit dem Argument, das eigene Geschäft mit der Berufsunfähigkeit nicht kannibalisieren zu wollen. Aber wie immer: was sich erfolgreich verkaufen lässt, wird sicher bald kopiert.
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